Strukturiert, Ambitioniert und mit klaren Prioritäten
Als Bürgermeister Blazko in der Januarsitzung des Gemeinderates auf das Jahr 2025 zurückblickte konstatierte er:
„Wir waren im vergangenen Jahr zu passiv und viel zu oft damit beschäftigt unsere Gemeinde vor Schaden zu bewahren. Durch das reaktive Verhalten haben wir sehr viele Ressourcen gebunden, die uns bei der Weiterentwicklung der Gemeinde gefehlt haben.“
Blazko machte deutlich, dass eine klare Zielvorstellung notwendig sei und zeichnete das idealtypische Bild einer „familienfreundlichen Wohnortgemeinde mit hohem Freizeit- und Erholungswert.“
„Hierbei handelt es sich nicht um illusorische Träumereien. Bei der derzeitigen Gemeindefinanzierung ist es schlichtweg notwendig, die Einwohnerzahl über die magische Grenze von 700 zu lupfen und uns in Richtung 750 Bürgerinnen und Bürger zu orientieren.“
Mit derzeit 678 Einwohnern haben wir im Vergleich zu unserem Tiefststand aus 2025 mit 664 Einwohnern einen großen Schritt nach vorne gemacht. Das alleine haben wir einer privaten Initiative zu verdanken. Leerstehendes Eigentum wurde umgebaut und Dank Vermietung mit neuem Leben gefüllt.
Ein Beispiel das Schule machen sollte, denn zu viel ungenütztes Potential schlummert in unseren Straßen.
Entwicklung Ländlicher Raum (ELR)
Mit der sog. ELR Förderung können sich private und öffentliche Projekttäger Umbauten, Abriss und Kernsanierungen fördern lassen. Die Förderquoten belaufen sich auf bis zu 40%. Die Gemeinde berät sie gerne und unterstützt bei der Antragstellung. Die Abgabe von genehmigungsreifen Bauvorhaben bei der Gemeinde ist bis zum 01. September 2026 möglich. Der Gemeinderat wird sich in der Septembersitzung dann mit den Eingaben befassen. Was ELR is und wie eine Förderung funktioniert wir hier erklärt!
ELR-Erklärvideo„Auch wenn unsere Bewerbung zur Schwerpunktgemeinde gescheitert ist, werden wir uns um mögliche ELR-Projekte bemühen. Jeder Bürger der Wohnraum umbauen und vermieten, oder Baugrund im Innenbereich durch Abriss zur Verfügung stellen möchte, ist herzlich eingeladen sich bei der Gemeinde zu melden.“
Auch die Gemeinde wird Wohnraum schaffen
In der Eichfelsenstraße 6 wird zur Zeit ein Grundstück durch den Gründstücksfond Landsiedlung bevorratet. Auf den ca. 1000m² Grundfläche soll ein modernes Mehrfamilienhaus entstehen. Die Vorgabe der Landsiedlung. 30% der Wohnfläche müssen sozial förderungsfähig sein.
„Wir haben bis 2030 Zeit hier tätig zu werden, aber diese Zeit werden wir uns nicht nehmen.“ Doch selbst wenn wir mit Warnblinker auf die Überholspur gehen, werden wir nicht vor 2028 fertig. Mal eben schnell geht im öffentlichen Bereich gar nichts,“ so Blazko.
„Günstiges“ Bauland mit Alpenblick in einzigartiger Natur
Die Gemeinde Irndorf ist derzeit noch Eigentümer von zwei Baugrundstücken zu 96,- EUR/m² im Ahornweg. Diese sollen nun aktiv vermarktet werden.
„Irndorfer mit Kaufinteresse sollten sich schnell mit der Gemeinde in Verbindung setzen.“
Man werde sich als nächtes um die Umsetzung des seit 2024 bestehenden „Städtebaulichen Vertrages“ mit der LBBW KE (in abgespeckter Form) bemühen, um spätestens 2029 eine strategische Baulandreserve im Bereich Birken verfügbar zu haben.
„Spätestens dann wird es im Landkreis Tuttlingen kein Grundstück mehr für unter 130 EUR/m² in einem Neubaugebiet geben.“
Der Gemeinderat stimmt für das Gemeindeziel 700++, identifiziert sich mit den Schwerpunkten und unterstützt auch personell
Unisono erklärt der Gemeinderat die Schaffung von Wohnraum zum Top Thema der nächsten beiden Monate. Zur Vorbereitung der kommenden Sizungen mit Schwerpunkt Wohnraum unterstützen die beiden Gemeinderäte Biselli und Korb den Bürgermeister.
Das Frühjahr wird dem Thema Familienfreundlichkeit gewidmet. Hier steht insbesondere die Umsetzung der Ganztagsbetreuung im Vordergrund.
Bis Juli soll eine Kreditoreninventur und eine Satzungsrevision erfolgt sein.
Nach der Sommerpause wird sich der Gemeinderat mit den Erholungsanlagen beschäftigen.
Im Winter werden wir uns wieder den Haushaltsberatungen widmen.
Wir werden lernen müssen Dinge aushalten zu können
Irndorf bleibt ein verlässlicher Partner in den Verbänden und Organisationen. Die eigenen Ziele aber rücken in den Vordergrund.
„Wir können nicht 22 Sachverhalte gleichzeitig und mit dem Anspruch auf Unverzüglichkeit abarbeiten. Durch die sequenzielle Schwerpunktsetzung werden wir bessere Ergebnisse erzielen und in der Gesamtheit aller Maßnahmen, zur Steigerung der Attraktivität unserer Gemeinde, an Effizienz gewinnen.“