Derzeit ist es sehr laut in unserer Gemeinde, überall wird gebaut, unsere Straßen sind teilweise nur eingeschränkt nutzbar, die bewegte Erde hinterlässt Spuren auf Straßen und Wegen.
Ist das nicht schön?
Irndorf entwickelt sich weiter
Wir haben uns vorgenommen, unser Stärken zu stärken und unsere Schwächen zu schwächen.
Unsere Zielvorstellung lautet:
„Irndorf- eine familienfreundliche Wohnortgemeinde mit hohem Freizeit- und Erholungswert!“
Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir unser Gemeindejahr strukturell in Schwerpunktbereiche unterteilt.
Die Schwerpunkte sind:
Familienfreundlichkeit
Wohnen
Freizeit-Erholung
Finanzen
Wo liegen unsere Stärken und was sind unsere Schwächen?
Der größte Handlungsbedarf lag in diesem Jahr im Schwerpunktbereich Familienfreundlichkeit. Durch den Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung für Grundschüler und dem Rückbau des Spielplatzes im Ortskern, aus Gründen des Betriebsschutzes, war die Gemeinde gefordert, praktikable Lösungen zu finden! Dies ist uns, dank der ELR- Förderung des Landes Baden-Württemberg, gelungen. Bereits in der kommenden Woche werden die Spielgeräte geliefert und nach und nach eingebaut.
Im Bereich Freizeit- und Erholung, eine absolute Stärke unserer Gemeinde, machen wir ebenso Fortschritte. Die Sanierung des Ghauwasenareals ist abgeschlossen, die gemeindeeigenen Bänke entlang der prominenten Wanderwege wurden bereits im letzten Winter überholt, der Naturlehrpfad wurde durch eine überdachte Sitzgruppe und eine Waldliege aufgewertet.
Wir haben zudem ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm von Comedy über Konzerte bis hin zu Theater und dass an verschiedenen Veranstaltungsorten. Somit schaffen wir einen echten generationsübergreifenden Mehrwert an Lebensqualität, und zwar über das bereits ohnehin attraktive Vereinsangebot hinaus. Als absolutes Highlight im Veranstaltungskalender hat sich unser Traktorpullingevent etabliert. Ein Festivalwochenende der Superlative im Irndorfer September, dass von mehr als 4000 Besuchern, Teilnehmern und Helfern gefeiert wird.
Unsere größte Schwäche zeichnet sich derzeit im Bereich Wohnen ab. Die Gemeinde braucht dringend modernen mietbaren Wohnraum. Die Nachfrage nimmt spürbar zu. Die letzten Bauplätze der Gemeinde wurden verkauft. Aber nicht nur das Bauland ist gefragt. Insbesondere mietbarer Wohnraum ist begehrt. Innerhalb von nur zwei Jahren ist unserer Einwohnerzahl von 651 auf 707 gestiegen.
Wir hoffen sehr, dass die derzeit laufenden Anstrengungen Früchte tragen werden und dass der Standort Irndorf für Wohnbau-Investoren dadurch attraktiver wird. Das kürzlich im Gemeinderat vorgetragene Konzept zum Umbau des Wanderheims, hin zu attraktiven Wohnungen mit Weitblick, nebst Gastro kann ein Anfang sein und der Gemeinde weiteren Aufwind geben.
Im Bereich Finanzen liegen wir deutlich über der Negativprognose des letzten Jahres und das trotz der derzeitigen Investitionen. Stellt man Soll und Haben gegenüber wäre die Gemeinde Irndorf derzeit defacto schuldenfrei.
Lassen sie uns also nicht den Teufel an die Wand malen, sondern gemeinsam Lösungen skizzieren
Liebe Leserinnen und Leser, wir hören derzeit immer und überall was alles nicht funktioniert und lassen unsere Stimmung vom allgemeinen Negativtrend nach unten ziehen. Dabei passiert so viel Gutes direkt vor unserer Haustüre. Hören Sie bitte nicht auf die Radiergummis unserer Gesellschaft, vertrauen Sie den Bleistiften, den Machern, die mit viel Leidenschaft und Hingabe dem Wohl unserer Gesellschaft dienen, ohne sich dabei selbst in den Vordergrund zu drängen. Sehen Sie selbst was wir als kleine 700+ Seelen Gemeinde zu leisten im Stande sind. Vieles von dem was in der Ortsmitte, in unserer Wohlfühloase oder auf dem Friedhof zur Zeit passiert ist „made in Irndorf“.
Darauf können wir als Gemeinde stolz sein!