Ich habe Leid erzeugt, mehr als mir Recht ist!
Wer glaubt es sei mir leicht gefallen, Flüchtlinge aus der Ukraine aus ihrem gewohnten Umfeld in eine zweckmäßige Obdachlosenunterkunft umzusetzen der täuscht.
Zwischen Tränen, Google Translate und der Deutschen Bürokratie fällt es schwer, sachlich richtig, menschlich fair und nachvollziehbar zu argumentieren.
Unterm Strich bleibt eine Botschaft:
Без моны инде күтәрә алмыйбыз
“Wir können uns das nicht mehr leisten“
Warum der Staat an seine Grenzen kommt
Behörden die nicht miteinander kommunizieren, eine Finanzverwaltung als Feuermelder ohne Batterie und eine Gemeinde die zu guter Letzt in der Verantwortung steht.
Wir leben immer mehr in einer Welt der Zuständigkeiten, in welcher die Verantwortung weit weg geschoben wird, aus Angst vor möglichen Konsequenzen.
Aber Verantwortung zu tragen bedeutet auch die Konsequenzen zu ertragen, die sich sowohl aus dem eigenen Tun, als aber auch aus dem Unterlassen ergeben… vor allem aber aus dem Unterlassen.
Wir werden immer mehr zum Zuschauer des eigenen Scheiterns
Nein, es ist nicht alles zu verurteilen was der Staat die Länder und Kommunen leisten.
Der Staat reagiert in jeder seiner Formen, aber zur Zeit mehr denn je, auf die Gesellschaft und zwar unmittelbarer denn je.
Die Erwartungen an den Staat steigen ebenso schnell wie das Vertrauen in den Selbigen sinkt. Der Lärm nimmt zu! Jeder schreit um Hilfe und die Entscheidungsträger versuchen zu beruhigen.
Die 1.000,- Euro Energieprämie unterstreichen den Wunsch für Ruhe zu sorgen und führen zugleich alle Anstrengungen, auch die unserer Gemeinde, zu sparen und zu konsolidieren im selben Atemzug ad absurdum.
Jeder mündige Bürger hat im Laufe seiner schulischen Laufbahn eines gelernt:
„Wer heute ein Schnitzel vom Staat geschenkt bekommt, dem fehlt morgen ein Schwein im Stall“.
Verantwortung zu tragen bedeutet auch die Konsequenzen zu ertragen
Zurück zum Thema. Die Gemeinde hat für die Pflichtaufgabe Flüchtlinge zu beherbergen ein Haus angemietet. Zwischen 2022 und 2026 lebten in diesem Haus bis zu 13 Flüchtlinge. Als zuletzt die Betriebskosten stiegen und gleichzeitig Mietzahlungen der Behörden ausblieben, wurde der bestehende Mietvertrag zum 30.04.26 gekündigt. Die Flüchtlinge die satzungsgemäß untergebracht sind, wurden gebeten sich eine Wohnung zu suchen. Da die Suche nachweislich erfolglos blieb, wurden vier von fünf Flüchtlingen in der gemeindeeigenen Obdachlosenunterkunft untergebracht. Ein weiterer Flüchtling zog zu seiner Verwandtschaft im Landkreis Tuttlingen.
Die Wohnung wurde gekündigt und ist bis zum 30.04.26 besenrein an den Vermieter zu übergeben.
Als Mieter ist die Gemeinde verpflichtet zu entrümpeln. Hierzu stellt Bürgermeister Blazko drei Optionen in den Raum:
Entrümplungsfirma beauftragen, Kosten ca. 5.000,- EUR zzgl. Müllentsorgung
Bauhof in Eigenleistung, zwei Tage Volllast für 1,7 Stellen
Arbeitseinsatz für Gemeinderat und Bürgermeister nebst Bauhof
Verantwortung zu tragen bedeutet die Konsequenzen zu ertragen! So haben Mitglieder des Gemeinderates, zusammen mit dem Bürgermeister und dem Bauhof angepackt und das Haus weitestgehend entrümpelt.
Durch dieses vorbildliche und ehrenamtliche Engagement möchten wir ein Beispiel geben!
Deutschland braucht keine expansive Fiskalpolitik, Deutschland braucht Macher!