Ein Septembertag am Bodensee
Der diesjährige Seniorenausflug war ein großartiges Erlebnis. 63 reiselustige Seniorinnen und Senioren erfreuten sich an einem sehr abwechslungsreichen Programm bei bestem Ausflugswetter.
Reiseverlauf
Punkt 08:00 Uhr stieg Bürgermeister Blazko mit 70 Butterbrezel an der Heuberghalle in Schwenningen in den Reisebus. Nächster Halt, Molkeplatz! Hier wartete bereits Frank Bach mit dem MTW der Feuerwehr und ein Großteil der Reisegruppe. Tanja Rebholz hatte den obligatorischen Begrüßungssekt mitgebracht und der Bauhof das feinste Kristall für den Begrüßungssekt zur Verfügung gestellt.
Aufgrund einiger Umleitungen wählte der Busfahrer die spannende Route über Buchheim mit Etappenziel Jägerhof Uhldingen. Mit Erreichen der Reiseflughöhe begann der Schultes mit dem Bordservice. Tanja fragte währenddessen die Essenswünsche der Mitreisenden ab.
Angekommen am Jägerhof kamen die ersten Erinnerungen an die alten Zeiten, als man noch mit dem Fahrrad und dem Zelt den damaligen Bauernhof aufsuchte. Nach einer kurzen Begrüßung durch einen Verantwortlichen des Traktormuseums erhielten wir Zugang zu einer wirklich spektakulären Ausstellung.
Das Traktormuseum, ein Ort für die ganze Familie
Auf drei Etagen werden nicht nur große Maschinen ausgestellt, es duftet nach der Werkstatt von Opa, in zahlreichen liebevoll gestalteten Nischen findet man vom alten Tante-Emma-Laden, über die Puppenstube, eine Schmiede, einen Schmied und sogar die Wohnung des Bürgermeisters ;-)
Bei dem Rundgang sah man das Glänzen in den Augen derer, die bei Anblick der Exponate ihre Geschichte erzählen konnten. Es war eine schöne Zeitreise die bis zum Mittagessen andauerte.
Auch beim Mittagessen war alles bestens organisiert. Bei besten Unterhaltungen genossen wir mehrheitlich das Jägerhofschnitzel von der kleinen aber großartigen Karte.
Jetzt wurde es abenteuerlich
Die Strecke vom Jägerhof zum Schloss Sale beträgt in der Regel 9,3 km und ist in 12 min mit dem Auto zu erreichen. Aufgrund von Baustellen und weil wir nicht hetzen wollten, hatten wir einen großen Puffer von 30 Minuten eingeplant und unsere Reise bereits um 13:15 Uhr fortgesetzt.
Es folgte die Neuauflage der Geschichte von „Timmy dem Wal“
Ein Omnibus ist etwa so lang wie Timmy. Und wenn man ein stattliches Maß von 14 Metern hat, sollte man nicht ins flache Wasser kommen und Nebenstraßen meiden. Insgesamt dreimal sind wir mit unserem armen Busfahrer gestrandet. Das Navigationssystem hatte keine eigenen Positionsdaten mehr ausgegeben. Die Routenführung war spektakulär. Auch der MTW ließ sich vom rechten Weg abbringen. Aber ein Jungtier schwimmt ebenso mit wie unsere Jungsenioren;-)
Nach einer Fahrzeit von 60 Minuten erreichten wir unser Ziel, welches sich ebenfalls in einer Baustelle befand.
Das Schloss Salem, Kloster Schloss oder Internat?
Die Antwort ist ja. Es kommt auf den richtigen Zeitpunkt der Betrachtung an. Wir bekamen durch unseren Guide einen ganzheitlichen Einblick. Sahen durch seine bildlichen Erläuterungen die Novizen beim Kegeln, lernten viel über die Einfachheit der Zisterzienser mit ihrem Lebensmotto „ora et labora“ kennen und erfuhren wie es aus einem geistlichen Kloster ein weltliches Schloss wurde.
Wer sein Kind gerne in diesem Umfeld zum Abitur verhelfen möchte benötigt entweder ca. 5.000,- EUR pro Monat oder ein sehr kluges Kind. Ca. 25 % der Schüler sind heute begabte Stipendiaten.
Jetzt setzte sich unser Irrweg noch ein letztes Mal fort
Aber wir kamen auch hier wieder rechtzeitig an. Der Treffpunkt für die Weinprobe war laut Anmeldung der sogenannte Marstall. Die Ehemaligen Stallungen der Anlage. Doch im Torkel war alles für eine geschlossene Gesellschaft gerichtet. So fragte Blazko ob es sich bei dieser Gesellschaft zufällig um die ehrenwerte Irndorfer Seniorenschar handele. Dies wurde sogleich bejaht.
Sie haben ihr Ziel erreicht
Nun erlebten wir eine sehr informative Verkostung. Ist ein Secco ein Schaumwein oder ein Perlwein? Wie viel Bar hat ein Perlwein? Und ab welchem Druck zahlen wir Schaumweinsteuer zum Unterhalt der kaiserlichen Marine? Wir bekamen auch Antworten auf Fragen die wir uns nie gestellt haben. In welchen Flaschengrößen wird Sekt ausgeschenkt? Wie viel Liter fasst die Größte von ihnen und wer hat überhaupt so einen großen Kühlschrank?
Nach insgesammt fünf Weinen und einem Secco war uns die richtitge Antwort auch nicht mehr ganz so wichtig. Wir hatten einen unwahrscheinlich schönen Tag der wieder einmal bestens organisiert war und der uns trotz oder auch wegen der abenteuerlichen Busreise noch lange (über die kommende Fasnet hinaus) in Erinnerung bleiben wird.
Herzlichen Dank an alle die mit an Bord waren! Im nächsten Jahr werden wir dann den Schwarzwald auf links drehen!